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Grande éclipse du soleil Jacobiniste et de la lune
Feuillantine, 1792
[...]
Schließlich kommen wir an den schrecklichen Moment,
der das Schicksal aller Völker entscheiden wird: Die jakobinische
Sonne stürzt sich auf den feuillantinischen Mond, diese wandert mit
langsamem Schritt auf gewundenen Pfaden durch die Wolken: diese zwei unechten
Sterne wollen die Erde verschlingen: aber die Erde wird sich erheben;
wird sie in die Finsternis stürzen und die Helligkeit zu Tage fördern,
die sie mit ihrem lichtscheuen Einfluss beschmutzt haben. Kommt, eilt
zu mir, tugendhafte Menschen, es ist keine Fanatikerin, die zu euch im
Namen des Himmels spricht, es ist eine Frau, die zu euch in der Sprache
der Vernunft, der Natur sprechen wird. Mein Bürgersinn ist nicht
zweideutig, er ist nicht gleichgültig, weil ja die zwei Umstürzlergruppen
ihn fürchten und ihn aus ihrem Schoß verstoßen, ihre
Missbilligung bedeckt mich mit Ruhm, und dieser Triumph, der mich heute
erhebt, würde das Glück meines Leben sein, wenn er nicht das
Unglück meines Landes wäre. Franzosen, wendet eure Aufmerksamkeit
auf die Entdeckung, die ich eben gemacht habe.
Ich habe den Club der Jakobiner immer für ein notwendiges Gegenmittel
zum despotischen Gift angesehen, diese Arznei ist heute selbst ein wahres
despotisches Gift, es kann sehr subtil wirken und die wahren Freunde der
Verfassung überrumpeln. Ich zweifelte an diesen Tatsachen, ich habe
mich darüber informieren, ich habe das Unmögliche versuchen
wollen: dieser Gesellschaft den wahren Weg darzustellen, das Vaterland
und die Tugenden eines freien Volkes zu retten.
Ich habe ihr mein bon sens français ou l´apologie
des vraies nobles gewidmet (man weiß, dass der Club der Jakobiner
entschieden hat, mit Dankbarkeit all die Werke anzunehmen, die an ihn
geschickt werden würden), allein das Meine hat eine vielleicht ehrenvolle
Ausnahme erfahren, es wurde nach einer langen Debatte meines Namens wegen
abgelehnt. „Die Autorin ist bekannt“, haben die Fanatiker
dieser philosophischen Gesellschaft gerufen, die deren Zugänglichkeit
für die wahren Freunde der Freiheit genauso gefährlich gemacht
haben, wie es eine Räuberhöhle für einen Reisenden ohne
Argwohn ist. „Die Autorin ist bekannt, sie schreibt gegen unsere
Grundsätze, ihr Würdigungsschreiben muss zurückgewiesen
werden.“ Diese Zurückweisung, obschon sehr ungeschickt nach
der Beratung der Gesellschaft, erstaunt die Weisen nicht: Hätten
diese Fanatiker eine Druckschrift annehmen können, die nichts verbreitet
als eine sanfte Philosophie, die Annäherung aller Meinungen, die
Vernichtung von Vorurteilen und Fanatismus, schließlich Nächstenliebe
und vollkommene Gleichheit? Mitglieder der Nationalversammlung, empört
über diese Zurückweisung, haben mich, nachdem sie dieses Werk
gelesen hatten, ermutigt, damit an eine andere Versammlung zu appellieren.
Am Mittwoch, den achtzehnten dieses Monats, habe ich es mit einem Brief
an die Nationalversammlung geschickt, den ich am Ende anfüge. Dieser
Brief wurde begrüßt bis zur Stelle, die sich auf die Gerechtigkeit
bezieht, die ich Monsieur Pétion wegen dem Fest, das man ihm vorwirft,
widerfahren lasse. Ich habe nicht das schreckliche Talent, einen Menschen,
der sich gut beträgt, herabzusetzen, ich besitze nicht das Geschick,
in Gedanken zu lesen, ich weiß nur nach Fakten zu urteilen. Ich
halte Monsieur Pètion weder für einen Jakobiner noch für
einen Feuillanten, früher mag er einer gewesen sein, aber heute ist
er weder das eine noch das andere. Der Mensch lernt nur durch Erfahrung,
und er hat gelernt, die wahre Pflicht eines hohen Beamten zu erfüllen.
Auf diese Art habe ich ihn beurteilt in der schwierigen Position, in die
er durch die Initiative der Jakobiner geraten ist wegen diesem schikanösen,
grundlosen und verbrecherischen Prunk, der das Gesetz, die nationale Würde,
und alles verletzt, was zu gebieten einzig ein ganzes Volk das Recht hat.
Aber er hat die hungrigen Räuber gesehen, wie sie das Volk der Härte
des Gesetzes ausliefern, er hat dieses gute Volk zufriedenstellen können
und die verabscheuungswürdigen Feuillanten tadeln ihn ihrerseits
immer noch, sie können ihre Wut nicht zurückhalten. Le
bon sens français entlarvt sie. Sie rufen alle nach der
Tagesordnung und gleichzeitig fragen sie nach dem Werk. Kaum haben sie
eine Blick auf die Widmung an die Jakobiner geworfen, prangern sie es
als hetzerisch an. „Herr Präsident“, rufen die vormaligen
Minister, „einen Beschluss, einen Beschluss, um der Verbreitung
eines verdächtigen Werkes Einhalt zu gebieten.“ Man geht zur
Tagesordnung über und das hat mich vollends überzeugt, dass
es keinen Zweifel mehr über die wahren Feinde des Vaterlandes gibt.
Man muss zugeben, dass diese Letzteren die weniger gefährlichen sind,
sie verstecken sich nicht wie die anderen unter dem Mantel des Patriotismus,
sie haben nicht die Mehrheit der Bürger für sich und bald werden
die Jakobiner ihrerseits nur mehr eine Minderheit haben.
[...]
© Übersetzung: Viktoria Frysak, Corinne Walter 2008
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